Umgang mit Suchtgefährdung im Betrieb

Seit der Covid-Zeit ist für mein Empfinden die betriebliche Suchtarbeit in vielen Betrieben zurückgefahren worden. Es gab oft einen Wechsel der Führungskräfte, die dann wenig Ahnung hatten. wie sie mit diesem schwierigen Thema umgehen sollen. Duch das mobile Arbeiten von Zuhause ist viel Kollegialität und Beieinandersein zurückgefahren worden. Wir könnten auch sagen: soziale Kontrolle wurde zurückgefahren – lieber ist mir soziales Miteinander. Das führt dazu, dass Betroffene wenig äußeren Halt haben, die Ansprache geht zurück.

Gleichzeitig entwickelt die Suchtcommunity den Anspruch, viel Aufklärung zu machen und früher mit den Rückmeldungen an evt Betroffene zu beginnen.
Die Schlüsselstelle dafür sind die Führungskräfte…
Sie benötigen Sicherheit dabei, die Betroffenen frühzeitig anzusprechen, sich nicht damit zu belasten, dass sie Nachweise oder Diagnosen erbringen müssten. Lediglich nachlassende Arbeitsleitung oder soziales Geschehen mit dem Hintergrund „Könnte was mit Sucht zu tun haben“ sind Anlass für Gespräche! Haben wir uns getäuscht, dann haben mindestens Fürsorgegespräche stattgefunden, die schaden niemandem.